Unsere Psyche

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Kann uns unsere eigene Psyche töten?

Sind wir alle eine Geisel unserer eigenen Psyche? Viele von uns kennen das, dass man von etwas geleitet wird, wofür man keine Erklärung hat. Mag es ein Déjà-vu sein oder eine Vorstellung die unserem gesunden Menschenverstand widerspricht! Ja, es ist reine Realität! Wir sind ihr alle hilflos ausgeliefert und können ihr nicht entkommen. Selbst eingefleischte Realisten sind davor nicht gefeit, denn irgendwann kann sie jeden einmal einholen. Und welche Folgen das haben kann, soll hier einmal folgendes Beispiel darlegen: Liebeskummer stürzte einen US-Studenten in größte Nöte.
Weil er nicht mehr leben wollte, schluckte er haufenweise Tabletten eines Antidepressivums. Sein Blutdruck sackte dramatisch ab, seine Herzfrequenz war auf ein Minimum reduziert und seine Atmung flach. Der lebensbedrohliche Zustand des jungen Mannes machte es dringend erforderlich, ihn in ein Krankenhaus einzuweisen. Dort konnte man den jungen Mann zunächst nicht stabilisieren. Die Ärzte standen vor einem Rätsel, weil man bei ihm keine Gifte in Blut und Magen finden konnte. Auch organische Beschwerden wurden ausgeschlossen. Man begab sich also auf die Suche nach der berühmten Nadel im Heuhaufen.

Es stellte sich heraus, das der Patient an einer medizinischen Studie teilgenommen hatte. Eine Hälfte der Probanden bekam das richtige Medikament, die andere Hälfte nur unwirksame Pillen. Zur letzteren Gruppe gehörte der Student. Da dieser nicht wusste, dass er nur „Placebos“ zu sich nahm, war er fest im Glauben, diese Tabletten würden seinem Leben ein Ende bereiten. Unwillkürlich löste seine Psyche bei ihm einen sogenannten „Nocebo-Effekt“ aus, worauf sein Körper sofort reagierte. (Nocebo steht in der lateinische Sprache für: „Ich werde schaden“) Als der liebeskranke Amerikaner davon erfuhr, sei er innerhalb kürzester Zeit ohne Beschwerden gewesen und wurde körperlich völlig gesund aus der Klinik entlassen.

Ärzte und Wissenschaftler schlagen Alarm, denn immer wieder kann es passieren, dass gerade bei ängstlichen, sensiblen oder depressiven Menschen die eigentliche Wirkung eines Medikamentes in das Gegenteil umschlägt. Die Nebenwirkungen, die in den Packungsbeilagen beschrieben oder vom Arzt und Apotheker erklärt werden, können von Patienten in einer solch starken Form wahrgenommen werden, dass diese zu dramatischen, gefährlichen Beschwerden führen können und die eigentliche Wirkung, die zur Heilung dienen soll, vom Körper nicht mehr wahrgenommen wird. Hiervon gibt es “unzählige” Varianten. Selbst die Farbe und Form einer Tablette kann hier schon ausschlaggebend sein. Diese Patienten nehmen ausschließlich nur die Nebenwirkungen und deren Gefahren zur Kenntnis und werden von ihrer Psyche dahingehend geblockt, sich auf den Wirkungs-/Heilungseffekt zu konzentrieren.
Es gibt aber auch noch eine weitere Gefahr! Nämlich die, die von den Ärzten ausgeht. Denn allzu oft und viel zu schnell wird eine „organische Krankheit“ auf die Schiene der „psychosomatischen Störungen“ verlagert. Hier sollte man zum eigenen Schutz abwägen, ob man nicht doch besser den Arzt wechselt. Wobei ich nicht infrage stellen möchte, dass es tatsächlich und nur ausschließlich „psychosomatische Erkrankungen“ gibt!

Ich selbst wurde einmal ein Opfer meiner eigenen Psyche. Als wir vor ca. 12 Jahren einen „völlig unerwarteten“ Todesfall in unserer Familie hatten, (Erstickungstod) war ich völlig überfordert. Mein Frau, die dies alles miterleben musste, während ich Zuhause war, leidet heute noch darunter. Meine Aufgabe war es, sie von allem soweit es ging fernzuhalten damit sie nicht noch mehr belastet wurde. Als sämtliche Behördengänge und die Beerdigungsabläufe mit dem zuständigen Institut abgeschlossen waren und nun auch nach unendlich 7 langen Wochen der Leichnam bestattet war, konnte ich mich erstmals mit dem Geschehenen auseinandersetzen. Das Endresultat war, dass ich Nachts aufstehen musste, weil ich schweißgebadet, von Todesängsten gequält der Meinung war, ich selbst würde keine Luft mehr bekommen. Gott sei Dank war ich in der Lage zu erkennen, was da mit/in mir vorging und so konnte ich dem Spuk schnell ein Ende bereiten, indem ich mich selbst beruhigte und entspannte!

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